20.01.2012 08:00

Fachübergreifende Innovationen – vom Reha-Bereich bis zum Automobil-Interieur

Kategorie: Aktuelles, Home-Seite

Von: EJ

Die Mayser GmbH & Co. KG aus Lindenberg im Allgäu ist ein Spezialist in den Bereichen Schaumstoff- und Textilverarbeitung. Erfahrung und Produktpalette erstreckt sich von Textilien und medizinischen Schaumstoffeinlagen für die Rehabilitation von Patienten, bis hin zu technischen Anwendungen im Bereich Sicherheit für den Automobilbau. Mit Unterstützung der Spitzmüller AG wurden im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) Fördermittel zur Entwicklung eines neuartigen Schaumstoffsystems beantragt.

Schaumstoffe gibt es in den verschiedensten Arten. Nicht jeder Schaumstoff ist allerdings für alle Anwendungsbereiche geeignet. Unterschieden wird generell zwischen technischen und modischen Anwendungen. Im modischen, personenbezogenem Bereich spielen die medizinischen Anwendungen bei Patienten eine wichtige Rolle. Schaumstoffpolster werden als Wundschutz eingesetzt. Diese erlauben eine Ruhigstellung der betroffenen Gliedmaßen und gleichzeitig einen sicheren Schutz der Wunde durch eine sterile, saubere und trotzdem luftdurchlässige Abdeckung.

Insbesondere für diesen Verwendungsbereich hat die Mayser GmbH & Co. KG im Rahmen des Förderprogrammes ein neues, dauerhaft verformtes und feinporiges Schaumstoffsystem entwickelt. Dieser neu entwickelte  Schaumstoff zeichnet sich durch seine hohe Saugfähigkeit aus. Wundflüssigkeit kann somit aufgenommen- und die Wunde sauber gehalten werden, was den Wundheilungsprozess wesentlich beschleunigt. Die Offenporigkeit des Schaumstoffs bringt darüber hinaus weitere wesentliche Vorteile, welche den Einsatz über den medizinischen Bereich hinaus erlauben.

Im Rahmen des Projektes wurden die Rohstoffe des Schaumstoffsystems einer Vielzahl technischer Untersuchungen unterzogen. Durch Anpassungen in der Schaumstoffrezeptur konnten die gewonnenen Erfahrungen erfolgreich in die technischen Anwendungsgebiete übertragen werden. Die erreichte Struktur der Schaumstoffformteile und die daraus resultierende Fähigkeit der Schlagabsorption, legte den Einsatz in der Interieurgestaltung des Automobilbaus nahe. So entstand aus diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekt eine fachübergreifende Innovation, die zur Freude der Entwickler ein breiteres Anwendungsspektrum findet, als zu Beginn des Projektes angenommen wurde. 

Diese neuartigen Schaumstoffsysteme werden nun von der Mayser GmbH & Co. KG im Bereich der Textilformteile und bei den technischen Schaumstoffformteilen eingesetzt. Das Schaumstoffsystem erlaubt die maßgeschneiderten Schaumstoffmaterialien einem breiten Anwenderkreis zu offerieren und bietet zum Beispiel neue passive Sicherheitsmöglichkeiten für die Automobilindustrie.

Unterstützt und begleitet wurde das ZIM-Forschungsprojekt von der Spitzmüller AG, die nicht nur eine optimale Projektfinanzierung realisieren konnte, sondern auch das Unternehmen während der gesamten Laufzeit betreute.

Weitere Informationen:
andreas.fibich(at)spitzmueller.de
www.mayser.de


 
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