Neue Förderschwerpunkte



Förderpraxis kompakt Nr.13 - 07.02.2009

Benchmarking-Studie: Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland



Dass innovatives Denken und neue Ideen für den Unternehmenserfolg sehr wichtig sind, ist vielen Unternehmern bewusst. Doch oft fehlt es an strategischer zielgerichteter Orientierung, die eine Umsetzung von Innovationspotenzialen erst möglich macht.

Die Studie hat das Informationszentrum Benchmarking (IZB) des Fraunhofer IPK zusammen mit dem VDI, dem Verein Deutscher Ingenieure e.V. und dem Ingenieur- und Beratungsbüro K+K Wissenstransfer e.K. im Rahmen der bundesweiten Initiative „Sachen Machen“ durchgeführt.
Die Befragung von 117 Unternehmen ergab, dass sich diese überwiegend als innovativ bewerten. So wurde von den Firmen z. B. geäußert, dass sie gut informiert über die neuesten technologischen Entwicklungen bzgl. der jeweiligen Produkte seien und dass es ihnen leicht fällt, neue Innovationsideen umzusetzen, diese schnell marktreif zu machen und erfolgreich in den Markt einzuführen. Auch ein fest definierter und vom Management gesteuerter Innovationsprozess sei vorhanden.

Auf der anderen Seite wurde bemerkt, dass sich der technologische Fortschritt in der jeweiligen Branche nur langsam vollzieht und die Innovationen hauptsächlich auf der Verbesserung bestehender Produkte basieren.

Nach Ansicht der Spitzmüller AG besteht bei kleineren und mittleren Unternehmen ein besonderer Nachholbedarf bei der Realisierung von sog. radikalen Innovationen, aus denen ganz neue Produkte oder Verfahren resultieren bzw. zu deren Realisierung neue Technologien eingesetzt werden. Derartige Vorhaben bedeuten aufgrund des hohen Aufwands und der Gefahr des technologischen Scheiterns ein erhebliches unternehmerisches Risiko und sind in der Regel nur interdisziplinär im Verbund mit einem oder mehreren Entwicklungspartnern durchführbar.
Nicht-rückzahlbare Zuschüsse im Rahmen von technologieorientierten Förderprogrammen können einerseits das wirtschaftliche Risiko mindern und hierdurch dem KMU die Projektdurchführung erst ermöglichen. Zum anderen werden durch die vorausgesetzte detaillierte Projekt- und Verwertungsplanung sowie das begleitende Projektcontrolling und Berichtswesen gerade kleineren Unternehmen praktikable Methoden des Innovationsmanagements vermittelt. Dies erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit des Projekts und steigert nachhaltig die Innovations- und Kooperationsfähigkeit auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungsvorhaben. 

weitere Informationen:
rudolf.spitzmueller(at)spitzmueller.de

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