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Lichtblick für die deutsche Solarindustrie? Eine neue Entwicklung verspricht mehr Planbarkeit bei der Investition in Photovoltaikanlagen.

Die Nachrichten, die aus der deutschen Solarindustrie in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit drangen, gaben selten Grund zur Freude. Standortschließungen und Insolvenzen dominierten die Schlagzeilen – und das, obwohl der Photovoltaikmarkt weltweit nach wie vor wächst. Aber eben anscheinend unter Ausschluss der deutschen Industrie. Stattdessen drängen Modulhersteller aus Fernost mit Billigprodukten auf die weltweiten Märkte.

Doch der Anschein trügt. Einige deutsche Hersteller entkamen dem Kahlschlag. Dazu gehört auch die mittelständische Thoma-Unternehmensgruppe in Freystadt bei Nürnberg. Das Familienunternehmen umfasst mit der JVG Thoma GmbH einen Turnkey-Anlagenbauer, der seine Maschinen weltweit exportiert; dem Endkunden bekannter dürfte die Firma Jurawatt sein, einer der wenigen verbliebenen Hersteller von Photovoltaikmodulen in Deutschland.

Durch ständige Innovation steuerte Tüftler und Familienpatriarch Hans Thoma die Gruppe durch die Krise. Ob eine leistungssteigernde Modulkühlung, die die Abwärme über einen neuen Wärmetauscher kostengünstig in die Erde ableitet, neue Glas-Glas-Module mit besonders geringem Gewicht, oder die temperatur- und abrasionsbeständigen Desert-Module, mit denen besonders Kunden in Afrika und im mittleren Osten versorgt werden – in Freystadt blüht stets ein Strauß neuer Ideen.

Die neueste Innovation aus dem Hause Thoma richtet sich aber zunächst einmal an Modulhersteller. Photovoltaikmodule werden üblicherweise mit ihrer maximalen Leistung in „Kilowatt-Peak“ qualifiziert. Aber wie der Kraftstoffverbrauch des neuesten Automodells ist das ein Wert, der nur unter standardisierten Bedingungen im Labor tatsächlich erreicht wird. Den Hausbauer interessiert jedoch viel eher der Ertrag, den er unter realistischen Bedingungen im Laufe eines Jahres zu erwarten hat.

Zusammen mit einer Arbeitsgruppe um Professor Dr. Dieter Franke von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde daher ein neuartiger Flasher auf Basis energiesparender LED-Technologie entwickelt. Der Clou dabei: Der Flasher bestrahlt nicht, wie andere Geräte dieses Typs, das Modul einfach nur mit einem intensiven Lichtblitz, um seine Funktionalität zu prüfen – sondern er simuliert den Einfallswinkel, atmosphärische Effekte und die Zusammensetzung des Sonnenlichts für beliebige Standorte im Laufe eines Jahres und berechnet schließlich exakt, wie viele Kilowattstunden der Hausbesitzer tatsächlich zu erwarten hat. Der Flasher arbeitet schnell genug, um jedes einzelne Modul am Ende einer Produktionslinie zu testen. Davon profitiert unterm Strich auch der Endkunde, der durch das so erstellte Zertifikat genau weiß, welchen Ertrag er für seine Investition voraussichtlich erhalten wird.

Das Kooperationsprojekt zwischen der JVG Thoma GmbH und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand gefördert und dabei durch die Spitzmüller AG begleitet.

Ihr Ansprechpartner bei der Spitzmüller AG

Dr. Daniel Christlein
Physiker

Berater

+49 (0) 78 03 / 96 95-42
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Weitere Informationen

JVG Thoma GmbH

Tel.: +49 (0) 9179/9460680

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http://www.jvgthoma.de