Kontaktieren Sie uns: +497803/9695-0 oder info@spitzmueller.de

18.jpg

Der demographische Wandel und die damit verbundene steigende Lebenserwartung sprechen eine klare Sprache: Der Anteil der über 65-Jährigen nimmt stetig zu. Bis 2030 wird diese Altersgruppe in Deutschland über 20 Millionen Menschen ausmachen – ein Viertel der Gesamtbevölkerung.

Trotz altersbedingten Einschränkungen sowie drohenden ungünstigen Entwicklungen der körperlichen Verfassung, werden Senioren ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit weitgehend erhalten wollen.

 

Unterstützende Lebenskonzepte, wie Betreutes Wohnen oder der Umzug in eine Seniorenresidenz, haben deshalb in den letzten Jahren an Akzeptanz und Notwendigkeit gewonnen und erfordern neue Ausrichtungen  und Lösungen für altersgerechte Produkte und Dienstleistungen.

Das mittelständische Unternehmen CoSi Elektronik GmbH aus Sigmaringen hat im Rahmen eines im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten Projektes gemeinsam mit der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. aus Villingen-Schwenningen ein neues Notrufarmband entwickelt. Diese innovative Neuentwicklung besticht durch eine Ortungsfunktion und garantiert dennoch einen hohen Tragekomfort.

Da das Sicherheitsbedürfnis der Senioren und ihrer Angehörigen einen sehr hohen Stellenwert hat, befinden sich heute weitestgehend in allen Einrichtungen stationäre Notfallsysteme. In gefährlichen Situationen, wie beispielsweise im Fall eines Sturzes oder bei Kreislaufbeschwerden, können die Notfallmelder jedoch oftmals nicht mehr erreicht werden. Viel besser ist daher eine am Körper getragene mobile Notruflösung, wie z.B. ein Notrufarmband. In kritischen Situationen können dadurch Leben gerettet werden.

Der große Fortschritt dieser mobilen Lösung liegt in der Verhinderung von Fehlalarmen, so dass unnötige Alarmierung von Rettungsdiensten oder Angehörigen vermieden werden. Ebenso zählen die Zuverlässigkeit und leichte Handhabung zu den weiteren Vorteilen. Dazu wurden im Rahmen des Forschungsprojektes alternative Auslösemechanismen untersucht, welche auf Inertialsensorik und Mustererkennung basieren. Weiterhin wurde darauf Wert gelegt, dass das Notrufarmband eine hohe Trageakzeptanz durch eine optimale Ergonomie, angenehme Materialien und ein gutes Design erreicht. Die Herausforderung lag hier in der Materialauswahl sowie in der Entwicklung einer robusten und gleichzeitig flexiblen Elektronik.

Darüber hinaus wurde ein Ortungssystem integriert, welches die Position des Notrufes im Gebäude und auch im Freien dem Betreuungspersonal oder der Dienstleisterzentrale anzeigt. Die Darstellung erfolgt direkt in einem Gebäudeplan, beispielsweise auf einem PC-Monitor. Das System ist einfach zu implementieren und kann dadurch auch gut nachgerüstet werden.

Diese neue Entwicklung bietet für Senioren eine höchst mögliche Sicherheit, besonders in Notfallsituationen, in denen der Faktor Zeit eine lebensrettende Rolle spielt.

Gefördert wurde das Vorhaben durch die AiF Projekt GmbH im Programm ZIM mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von rund 310.000 Euro. Die Spitzmüller AG betreute das Vorhaben während der gesamten Projektlaufzeit, wodurch eine optimale Finanzierung des Forschungs- und Entwicklungsprojektes realisiert werden konnte.

Ihr Ansprechpartner bei der Spitzmüller AG

Torsten Volkmann
Dipl.-Ing. Maschinenbau

Leitung Unternehmensbereich Technologieförderung

+49 (0) 78 03 / 96 95-53
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen