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(Quelle: Straubinger Tagblatt vom 09. Dezember 2015)

Die Karmeliten Brauerei in Straubing zählt zu den ältesten Brauereien in Deutschland. Diese lange Erfahrung im Brauerei-Handwerk bringt ausgezeichnete Bierspezialitäten aller Art hervor. Jedoch überzeugt das Unternehmen nicht nur durch sehr gute Produkte, sondern ist auch ein Vorreiter in Sachen Ressourcen- und Energieeffizienz. Das Unternehmen stellt auf eine neuartige und umfassende Energieversorgung um und wird dafür über das Umweltinnovationsprogramm gefördert. Das Projekt macht die Brauerei weitestgehend unabhängig von Primärenergie aus nicht erneuerbaren Energiequellen. Zahlreiche Maßnahmen wurden dazu entwickelt und zu einem innovativen Gesamtkonzept kombiniert.

Unter anderem soll eine mit Klärgas betriebene Mikrogasturbine Strom und Wärme erzeugen und Solarenergie für Prozessschritte mit hohen Heiztemperaturen genutzt werden. Dafür kommt eine Fresnel-Kollektoranlagentechnik zum Einsatz, mit der sich wesentlich höhere Temperaturen erreichen lassen als mit konventionellen Solarkollektoren. Mit einer Absorptionskälteanlage soll die aus der Solarthermie gewonnene Prozesswärme in Prozesskälte umgewandelt werden. Für den typischen Produktionsrhythmus der Brauerei (Montag bis Freitag) ist es notwendig, die gewonnene Solarenergie von Freitag bis Sonntag zu speichern. Geplant sind ein Hoch- und ein Niedrigtemperaturspeicher. Darüber hinaus soll bereits verwendete Prozesswärme aus den Verdampfungs- und Kühlprozessen zurückgewonnen und für die Flaschenreinigung, Brauwassererwärmung sowie Raumheizung erneut eingesetzt werden. Mit dem Vorhaben kann jährlich mehr als ein Drittel Primärenergie (ca. 1,4 Mio. kWh) eingespart werden. Da die noch benötigte Energie nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien gewonnen werden kann, wird der CO2-Ausstoß des Unternehmens durch das Förderprojekt nahezu vollständig eliminiert (99,5 % Minderung), wodurch ca. 900 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Die Realisierung des zukunftsweisenden Projekts macht die Förderung aus dem Umweltinnovationsprogramm möglich, welche im vergangenen Dezember bewilligt wurde. Das 3,6 Millionen Euro teure Projekt wird durch das Förderprogramm mit etwa 30 Prozent unterstützt. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Florian Pronold, ließ es sich nicht nehmen, den Zuwendungsbescheid der Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks persönlich an den Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei Christoph Kämpf zu übergeben. Begleitet wurde er dabei durch die Bürgermeisterin der Stadt Straubing Maria Stelzl und den Bundestagsabgeordneten Alois Rainer. Er bezeichnete das Vorhaben als Leuchtturmprojekt, welches als Beispiel für viele andere Unternehmen gelten soll.

Dieses Innovationsvorhaben wird von der Spitzmüller AG mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der Technologieförderung begleitet.

Ihr Ansprechpartner bei der Spitzmüller AG

Torsten Volkmann
Dipl.-Ing. Maschinenbau

Leitung Unternehmensbereich Technologieförderung

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