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Beispiel eines MikrokeratomsDie GEBAUER Medizintechnik GmbH aus Neuhausen (Enzkreis) erforscht und entwickelt innovative Technologien im Bereich der Medizintechnik, speziell der Ophthalmologie (Augenheilkunde). Im Rahmen eines Technologietransferprojektes und in Kooperation mit einem indischen Institut wurde ein höchstpräzises Mikrokeratom zur laserfreien Sehschärfekorrektur am menschlichen Patienten für den Einsatz in Indien weiterentwickelt und eingeführt. Das Technologietransferprojekt ermöglicht neben einer strategischen Entwicklungspartnerschaft mit beidseitig herausragendem entwicklungspolitischen Nutzen auch einen aktiven, nachhaltigen Beitrag der GEBAUER Medizintechnik GmbH in Punkto gelebter unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung (Corporate Social Responsibility [CSR]). Lesen Sie mehr!

Bedarf für diese Technologie ist längst gegeben: Weltweit sind etwa 39 Millionen Menschen blind und 246 Millionen Menschen leiden unter Sehbehinderungen. Zirka 90 Prozent davon leben in Entwicklungsländern. Laut einer Erhebung der Christoffel Blindenmission (CBM) könnten rund 80 Prozent aller Sehbehinderungen vermieden oder geheilt beziehungsweise operiert werden. Der größte Anteil sehbehinderter Menschen lebt in Indien. Grundsätzlich wäre ein Großteil dieser Erkrankungen vermeidbar oder behandelbar. Doch in dem asiatischen Staat mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern kommt laut der Zeitung „Times of India“ auf 100.000 Menschen lediglich ein Augen-Chirurg. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Augenärzte und Optiker in den Städten arbeiten und die Landbevölkerung wesentlich schlechter medizinisch versorgt ist. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Benachteiligung von Menschen mit einer (Seh-) Behinderung - speziell Frauen und Mitglieder niederer Kasten - stellt eine weitere Verschärfung des Problems in Indien und anderen Entwicklungs- und Schwellenländern dar. Eben jenem benachteiligten Bevölkerungsteil, der sich heute keine Augenuntersuchung bzw. Sehhilfen leisten kann, wurde im Rahmen des abgeschlossenen Technologietransferprojektes Unterstützung zuteil.

Das Unternehmen GEBAUER Medizintechnik GmbH konnte in Kooperation mit dem indischen Institut LVPEI (LV Prasad Eye Institute) ein höchstpräzises Mikrokeratom zur komplexen, laserfreien Behandlung von Erkrankungen der menschlichen Augenhornhaut (Cornea) und zur Beseitigung von Sehschwächen mittels elektronisch gesteuertem Schneidsystem weiterentwickeln und einführen, das zunächst für den stationären Einsatz angedacht ist. Mit dieser laserfreien Medizintechnologielösung ist es möglich, die Behandlung von Erkrankungen der Augenhornhaut und Fehlsichtigkeiten schneller, sicherer, besser, mit einer flacheren Lernkurve und in den Folgephasen auch ambulant durchzuführen. Dadurch können in kürzerer Zeit mehr Fachpersonal ausgebildet und gleichzeitig mehr Patienten mit den gleichen finanziellen und personellen Ressourcen behandelt werden. Zudem werden Arbeiten, die bislang in mehrere Minuten von Hand durchgeführt wurden, in wenigen Sekunden erledigt. Nebenbei folgen die Augenkliniken dem internationalen Trend, mehr und mehr Vorarbeiten von Technikern in der Augenbank und nicht mehr vom Chirurgen im OP durchführen zu lassen. Dies spart zusätzlich wertvolle Operationszeit, steigert die Anzahl an Operationen je Chirurg und trägt zur Reduzierung der Behandlungskosten bei. Diese laserfreie Medizintechnologielösung ermöglicht es gerade den benachteiligten Bevölkerungsgruppierungen in den Entwicklungsländern, höhere Bildungsstufen und verbesserte Einkommensverhältnisse zu erreichen. Das Technologietransferprojekt leistet damit einen bedeutenden Beitrag dazu, den Teufelskreis aus Sehbehinderung, schlechter Bildung und Armut zu durchbrechen.

Das Technologietransferprojekt der GEBAUER Medizintechnik GmbH wurde von der Spitzmüller AG durchgängig begleitet. Durch die individuelle Betreuung inkl. Controlling konnten nicht rückzahlbare Zuschüsse des Förderprogramms Public Private Partnership - Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (develoPPP.de) akquiriert und damit die Projektfinanzierung gesichert werden. Weiterführende Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie jederzeit unverbindlich von der Spitzmüller AG.

Ihr Ansprechpartner bei der Spitzmüller AG

Dr. Thomas Schneider
Dipl.-Chemiker

Berater

+49 (0) 78 03 / 96 95-15
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