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Schon einmal ganz vorne dabei bei der Entwicklung automatischer TV-Satellitenantennen, setzt sich die Crystop GmbH erneut an die Spitze: Das neue System stellt vollautomatisch den Kontakt zu den sogenannten Ka-Band-Satelliten her, über die Internetsignale vermittelt werden.

Fünf Jahrzehnte nachdem der britische Schriftsteller Arthur C. Clarke das Konzept des geostationären Kommunikationssatelliten bekannt machte haben wir uns längst an das omnipräsente Unterhaltungs- und Informationsangebot aus dem All gewöhnt. Doch wer es als stolzer Besitzer eines Wohnmobils gewohnt ist auch auf Reisen ein wenig seines häuslichen Komforts mitzuführen, weiß: Ganz so einfach wie auf dem heimischen Dach, wo die Satellitenschüssel, einmal ausgerichtet, den Satelliten immer im Blick hat ist es nicht. Am Zielort angekommen, gilt es erst einmal, die Antenne in mühevoller Kleinarbeit und mit ständigen Seitenblicken auf die Mattscheibe zur Überprüfung der Signalqualität auf den richtigen Punkt am Himmel auszurichten.

Moderne Technik hat diese Prozedur sehr erleichtert. Die Crystop GmbH aus Karlsruhe war von Anfang an eine Pionierin bei der Entwicklung selbstausrichtender Satellitenantennen. Dabei sucht die Schüssel - motorgetrieben - selbsttätig den Himmel ab, identifiziert den richtigen Satelliten und richtet sich, geleitet durch die Signalstärke, von selbst aus. Perfekter Fernsehempfang nach kaum einer Minute ist das Resultat – ganz egal wo auf der Welt.

Doch in unseren Tagen gilt der Fernsehempfang nicht mehr als einziges modernes und begehrtes Kommunikationsinstrument   - auch der Internetzugang muss von unterwegs möglich sein. Immer mehr Satelliten übermitteln digitale Signale im sogenannten Ka-Band, um diese Dienste anzubieten. Doch für die automatischen Satellitenanlagen stellt das bislang ein Problem dar, denn die Antennenkeulen sind um einiges schmäler als im traditionellen Ku-Band - was bedeutet, dass die Antenne den Satelliten wesentlich präziser anpeilen muss, um überhaupt ein Signal zu haben -, und Empfänger benötigen bis zu einige Sekunden, um das digitale Signal zu decodieren und den Satelliten identifizieren zu können. Ein rasches Abscannen des Himmels wie früher ist damit ausgeschlossen. Existierende automatische Anlagen brauchen in der Regel eine zusätzliche "Hilfestellung" in Form von GPS-Koordinaten, Himmelsrichtungen und Neigesensoren, oder einen hilfreichen Nutzer, der zumindest die grobe Richtung vorgibt.

Mit Hilfe eines durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand geförderten Projekts hat die Crystop GmbH sich nun abermals an die technologische Spitze gesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie entstand ein System, das eine Kombination aus Ka- und Ku-Band-Signalen nutzt, um den richtigen Satelliten in Rekordzeit aufzuspüren. Der Clou ist ein neues Feedhorn, das Signale beider Bänder gleichzeitig einkoppelt und so die aufwändige Montage zweier Feedhorns nebeneinander überflüssig macht.

Nicht nur für den stolzen Wohnmobilbesitzer ist das eine feine Sache – auch Rettungsdienste, Katastrophenschutz und Medien, kurz – alle, die schnell, von unterwegs und unabhängig von Mobilfunknetzen ins Internet gelangen müssen – profitieren davon, auf Knopfdruck eine Direktverbindung in die Umlaufbahn herstellen zu können.

Mit der Beteiligung an den Finanzierungs- und Fördermaßnahmen konnten die Berater der Spitzmüller AG auch bei diesem Projekt zur Verwirklichung der Entwicklung beitragen.

Ihr Ansprechpartner bei der Spitzmüller AG

Dr. Daniel Christlein
Physiker

Berater

+49 (0) 78 03 / 96 95-42
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Weitere Informationen

Martin Nierlich, Crystop GmbH
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