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Klassische PEM-Brennstoffzelle (Quelle: H-TEC EDUCATION GmbH). Die Reaktionen bei einer PEM-Elektrolysezelle finden im Wesentlichen in umgekehrter Richtung statt.

ZIM Erfolgsstory der Firma MBFZ toolcraft aus Georgensgmünd

Bauteilbearbeitungen mit Robotern, anstatt auf CNC-Werkzeugmaschinen, gewinnen an Bedeutung. Dies hat Gründe: Der Roboter ist hochflexibel und universell auf unterschiedliche Aufgaben abstimmbar bei geringen, oft akzeptablen Einschränkungen der Präzision. Vor allem ergibt sich so eine sehr preisgünstige Lösung zur industriellen Bearbeitung.

Das mittelfränkische Unternehmen MBFZ toolcraft hat im Rahmen eines im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten Projektes eine hochflexible Roboterzelle mit der Bauraumgröße 1800 mm x 1800mm x 1800 mm entwickelt.

Das System stellt ein Novum dar und kombiniert einen 6-Achs-Knickarmroboter in einem geschlossenen Fertigungsmodul mit einer 7,5 kW starken, wassergekühlten Frässpindel. Zur exakten Fixierung der Bauteile dient ein Nutentisch. Optional kann auch ein Nullpunktspannsystem oder ein Rundtisch zum Einsatz kommen.

Eine besondere Eigenschaft dieser Lösung ist die Offline-Programmierung in derselben Programmiersprache wie bei CNC-Werkzeugmaschinen. Der Roboter muss dabei nicht konventionell „geteached“ werden. Alle kinematischen Bewegungen werden vor Arbeitsaufnahme mit der dazugehörigen Software programmiert und visuell durch Simulation optimiert, bevor sie auf die Steuerung der Bearbeitungszelle überspielt werden. Dadurch arbeitet das System effizient bis zur Losgröße 1 und kann auch ideal innerhalb einer Fertigungslinie verkettet werden, da sich das System selbst mit Bauteilen be- und entladen kann.

Standardaufgabe der Roboterzelle ist das Fräsen. Aber auch andere Bearbeitungen wie Drehen, Polieren und Schleifen sind möglich. Bei einem Aufgabenwechsel holt sich der Roboter völlig selbstständig ein anderes Werkzeug aus dem integrierten Werkzeugmagazin. Mögliche Anwendungsgebiete sind die Bearbeitung von Motorenteilen, Funktionselementen bis hin zu Einsätzen im Werkzeugbau. Auch für Nachbearbeitung von Spritzgießprozessen, wie dem Entgraten, im Modellbau, oder in der Holzbearbeitung ist das System bestens geeignet.

Gefördert wurde das Vorhaben durch die Euronorm im Programm ZIM mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von rund 120.000 Euro. Die Spitzmüller AG betreute das Vorhaben während der gesamten Projektlaufzeit, wodurch eine optimale Finanzierung des Forschungs- und Entwicklungsprojektes realisiert werden konnte. 

Ihr Ansprechpartner bei der Spitzmüller AG

Torsten Volkmann
Dipl.-Ing. Maschinenbau

Leitung Unternehmensbereich Technologieförderung

+49 (0) 78 03 / 96 95-53
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