Kontaktieren Sie uns: +497803/9695-0 oder info@spitzmueller.de

18.jpg

Klassische PEM-Brennstoffzelle (Quelle: H-TEC EDUCATION GmbH). Die Reaktionen bei einer PEM-Elektrolysezelle finden im Wesentlichen in umgekehrter Richtung statt.

Der Trend zur Materialeinsparung breitet sich über alle Branchen hinweg aus. Auch die Werkzeuganbieter sind betroffen, da Werkzeuge mit immer geringeren Schnittbreiten und saubereren Schnittkanten gefordert werden. Dafür sind hochpräzise und schlanke Lösungen nötig. Mikroschneiden aus polykristallinem Diamant (PKD) bieten zwar ideale Eigenschaften, sind durch ihre extreme Härte aber sehr schwer zu be- und verarbeiten. Die Firma AKE Knebel GmbH & Co. KG in Balingen entwickelte nun im Rahmen eines Förderprojektes die Zukunft der Präzisionswerkzeug-Fertigungstechnologie.

Die AKE Knebel GmbH & Co. KG Werkzeug- und Maschinenfabrik entwickelte eine Erodiermaschine zur Bearbeitung von Mikrogeometrien, mit der es erstmals möglich ist, Mikroschneiden aus PKD automatisiert herzustellen. Mit dem innovativen Bearbeitungssystem können beispielsweise die PKD-Zähne von Sägeblättern deutlich schneller und mit höherer Genauigkeit erodiert werden. Durch die intelligente Steuerung wird nach Auswertung der Messergebnisse der Erodierprozess eingeleitet, der je nach abzutragendem Materialanteil selbstständig den Spannungswert variiert und so schnell und sicher zu einer optimalen Oberflächengüte führt. Wichtig war vor allem, dass die PKD-Zähne nach dem Erodieren eine optimale Ausrichtung haben, um im Einsatz ein bestmögliches Schneidergebnis liefern zu können.

Besonders problematisch war die Auswahl des Messverfahrens, denn nur eine berührungslose Lösung, die auch unter rauen Bedingungen verlässliche Daten liefert, konnte den hohen Ansprüchen genügen. Nur die optische Triangulation, die auf einer stereoskopischen Erfassung der Oberfläche beruht, konnte die hohe Datenqualität liefern. Allerdings wurde ein solches System noch nie in einer derartigen Anlage unter solch anspruchsvollen Bedingungen eingesetzt. Der Firma AKE ist die Integration des berührungslosen Messverfahrens in ein Werkzeugerodiersystem jedoch gelungen, wodurch ein völlig neues Technologiefeld erschlossen wird. Damit ist es dem Unternehmen nicht nur gelungen, ein innovatives Bearbeitungssystem zum Vermessen und Erodieren von radialen Werkzeugen mit Mikroschneiden aus PKD zu realisieren, dass in Zukunft in der Herstellung der Super-Silent-Sägeblätter Anwendung findet, sondern auch der Wiedereinstieg in den Markt für Werkzeugbearbeitungsmaschinen soll nach Fertigstellung weiterer Optimierungsarbeiten erfolgen.

Das Projekt wurde von der Spitzmüller AG begleitet. Durch die individuelle Betreuung konnten nicht-rückzahlbare Zuschüsse über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) für das Projekt akquiriert und so die Finanzierung gesichert werden.

Ihr Ansprechpartner bei der Spitzmüller AG

Dr. Thomas Schneider
Dipl.-Chemiker

Berater

+49 (0) 78 03 / 96 95-15
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen