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Leuchtendes Papier (Quelle: S. Walter / Fa. Binder)Erfolgreich gefördertes Forschungsprojekt der Firma Franz Binder GmbH & Co. Elektrische Bauelemente KG und dem Lichttechnischen Institut (LTI) des KIT

Herkömmliche Leuchtfolien – Elektrolumineszenz (EL)-Folien – sind nur bis zu einem gewissen Grad biegbar und lassen sich leicht auf ebene Flächen aufbringen. Das am Lichttechnischen Institut (LTI) des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Zusammenarbeit mit der Firma Franz Binder GmbH & Co. Elektrische Bauelemente KG aus Neckarsulm entwickelte neue Verfahren ermöglicht es, dreidimensionale Bauteile direkt mit elektrolumineszenten Schichten zu bedrucken. 

„Durch den innovativen Herstellungsprozess, den wir mit unserem Industriepartner gemeinsam entwickelt haben, lässt sich jede Art von dreidimensionalem Untergrund preiswert mit elektrolumineszenten Leuchtschichten versehen“, sagt Dr.-Ing. Rainer Kling vom Lichttechnischen Institut des KIT. Während sich bei EL-Trägerfolien das lumineszente Material zwischen zwei Kunststoffschichten befindet, ermöglicht das neue Druckverfahren, Elektrolumineszenz ohne einen Zwischenträger direkt auf den Gegenstand aufzubringen. So lassen sich konvexe und konkave Flächen unterschiedlichster Materialien, vom Papier bis zu Kunststoffen, zum Leuchten bringen.

Die verschiedenen Komponenten der Beschichtung – darunter das elektrolumineszente Material und das elektrisch leitfähige Material – werden in dem neuen Verfahren mittels Tampon-Druckverfahren aufgebracht. Die herkömmlicherweise in der Druckindustrie eingesetzte Maschine hat einen elastischen Tampon aus Kautschuk, der sich gut verformen lässt und sich deshalb hervorragend zum Beschichten gewölbter Flächen eignet.

„Auf diese Weise lassen sich preiswert und einfach über die ganze Oberfläche homogene Schichten auftragen, sogar auf einer Kugel“, betont die an dem Forschungsprojekt beteiligte Diplom-Ingenieurin Elodie Chardin. „Das Erreichen der Homogenität der etwa einen Zehntel Millimeter dicken Schicht war eine der Herausforderungen des Vorhabens“, erläutert die leitende Diplom-Ingenieurin der Firma Franz Binder, Elisabeth Warsitz. Das Verfahren erfordert nur wenige Produktionsschritte und ist dadurch ressourcenschonend. Durch das Verwenden verschiedener Leuchtstoffe lassen sich – auch auf derselben Fläche – unterschiedliche Farben aufbringen.

Die entwickelten EL-Bauelemente können beispielsweise bei Stromausfällen die Sicherheit in Gebäuden erhöhen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten stellen Displays und Armbanduhren oder die effektvolle Gestaltung von Räumen dar.

Gefördert wurde das Vorhaben durch die Deutsche Bundesstiftung für Umwelt (DBU) mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von 125.000 Euro. Die Spitzmüller AG betreute die Kooperationspartner während der gesamten Projektlaufzeit, wodurch eine optimale Finanzierung des Forschungs- und Entwicklungsprojektes realisiert werden konnte. 

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter nachfolgendem Link

Ihre Ansprechpartnerin bei der Spitzmüller AG

Melanie Stuber
Dipl.-Wirtschaftsingenieurin

Beraterin

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